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    Betriebsübergabe im Handwerk

    Der Generationenwechsel ist auch im Handwerk ein permanenter Prozess. Jahr für Jahr stehen zahlreiche Betriebe zur Übergabe an.

    Nur wettbewerbsfähige Betriebe, die sich gut auf die Übergabe vorbereitet haben, werden auch einen geeigneten Nachfolger finden. Denn interessierte und geeignete Nachfolger gibt es nicht wie Sand am Meer. Gerade in kleinen und mittleren Betrieben ist es heutzutage oft nicht leicht, einen passenden Übernehmer oder eine geeignete Übernehmerin zu finden.

    Allgemein lässt sich feststellen: Die Betriebsübergabe ist der komplexeste Vorgang im Lebenszyklus eines Unternehmens überhaupt. Für eine erfolgreiche Übergabe sind eine Vielzahl von Faktoren, Varianten und Gesetzen zu berücksichtigen – sei es nun im Hinblick auf ausgeübte Handwerk, die gewählte Rechtsform, die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, das Eigentumsrecht, das Arbeitsrecht, das Gesellschaftsrecht, das Vertragsrecht, das Steuerrecht, das Erbrecht, um nur einige zu nennen.

    Jedes Unternehmen und damit auch jede Unternehmensübergabe ist so individuell wie die Unternehmerperson(en) selbst. Deshalb kann es bei der Betriebsübergabe keine pauschalen Lösungen geben. Jede Übergabe muss auf den konkreten Einzelfall individuell abgestimmt werden – und das erfordert in jedem Fall einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf. Nur dann kann man sich umfassend informieren, planen, Alternativen prüfen, die richtigen Entscheidungen treffen und notfalls auch Korrekturen vornehmen. Dabei ist eine Beratung durch externe Experten nur zu empfehlen. Denn wie oft kommt es im Laufe eines Berufslebens vor, dass man einen Betrieb übergibt?  Im besten Fall ein Mal.

    Die Erfahrung zeigt: Planen Sie mindestens drei bis fünf Jahre für den gesamten Prozess der Unternehmensübergabe ein!

    Innerhalb dieses Zeitraums sollten Sie:

    • das Unternehmen als wirtschaftlich rentablen und wettbewerbsfähigen Betrieb auf die Übergabe vorbereiten,
    • eine oder ggf. mehrere Nachfolgerperson(en) wählen, vorbereiten, qualifizieren und in das Unternehmen einführen,
    • sich für eine zuverlässige Altersversorgung bzw. –vorsorge entscheiden,
    • das Familienvermögen sichern,
    • sich über alle steuerlichen und rechtlichen Konsequenzen einer Übertragung informieren,
    • sich konkrete Gedanken über die eigene weitere Lebensplanung machen.

    Besonders wichtig für den erfolgreichen Betriebsübergabeprozess ist die Suche und Auswahl der richtigen Nachfolgerperson(en). Wer heute einen Handwerksbetrieb selbstständig führen will, der braucht nicht nur überdurchschnittliches fachliches Wissen und Können, sondern auch kaufmännisches Geschick sowie Talent und Erfahrung in der Unternehmensführung.

    Die Ziele der Betriebsübergabe
    Bei der Betriebsübergabe werden die Weichen für die Zukunft sowohl des Übergebers als auch des Nachfolgers gestellt. Setzen Sie sich deshalb rechtzeitig mit Ihren persönlichen und betrieblichen Zielen auseinander, die Sie mit der geplanten Betriebsübergabe verfolgen. Formulieren Sie für sich selbst und zusammen mit Ihrer Familie die Ziele. Denken Sie bei Ihren Entscheidungen auch an die Konsequenzen für Ihre Mitarbeiter und deren Familien.

    Mögliche Ziele sind:
    a) den Betrieb langfristig sichern durch
         ·    klare Eigentumsverhältnisse,
         ·    überschaubare Führungsstrukturen,
         ·    keine zu hohen finanziellen Belastungen für den Nachfolger,
         ·    Lebenswerk „Betrieb" erhalten,
         ·    geeignete vertragliche Regelungen (Miet-, Pachtverträge usw.)

    b) die Arbeitsplätze erhalten
        ·    qualifizierte Arbeitsplätze als wichtiges Kapital für den Nachfolger,
        ·    Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern

    c) eigene Altersversorgung sichern
        ·    finanzielle Absicherung des Unternehmers und seiner Familie,
        ·    Unabhängigkeit von laufenden Zahlungen durch den Betriebsnachfolger

    d) das Erbe umfassend regeln
        ·    eindeutige Eigentumsverhältnisse,
        ·    klare Verhältnisse für die betriebliche Führung,
        ·    ggf. Beteiligung der Kinder am Betrieb,
        ·    ggf. Anspruchsausgleich mit Vermögenswerten aus dem Privatbereich,
        ·    Vermeidung der Zersplitterung des Betriebes

    e) die Steuerbelastung optimieren
        ·    Einkommensteuer,
        ·    Erbschafts- und Schenkungssteuer

    Eine optimale Übergabelösung sollte Ihre persönlichen Ziele berücksichtigen.
    Entwickeln Sie darauf aufbauend für sich und Ihren Nachfolger eine Übergabestrategie.

    Denken Sie immer daran: Kein Wechsel in der Unternehmensgeneration verläuft ohne Reibungen. Die Interessen der Beteiligten  - von Übergeber und Übernehmer - sind häufig gegensätzlich.Mögliche Interessenkollisionen sollten konstruktiv und im Interesse aller beteiligten Parteien sowie im Interesse des Unternehmens behoben werden. Hilfreich ist hierbei ein gemeinsam ausgearbeiteter konkreter Fahrplan, in dem Sie Ihre Ziele aufeinander abgestimmt festlegen.

    Mögliche Formen der Betriebsübergabe
    Die im Handwerk üblichen Formen der Betriebsübergabe sind:

    • der Verkauf des gesamten Betriebes,
    • der Verkauf einzelner Wirtschaftsgüter und die Verpachtung der Betriebsräume,
    • die Schenkung des Betriebes oder
    • die Verpachtung des Betriebes.

    Die ggf. schrittweise Beteiligung der Nachfolgerperson(en) kann eine Übergangslösung sein.

    Welche dieser Grundformen oder deren Kombination im konkreten Fall die geeignete ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab wie zum Beispiel: persönliche Zielsetzungen, familiäre Verhältnisse, eigene Altersversorgung, voraussichtliche Steuerbelastung, private und betriebliche finanzielle Situation, Qualifikation der Nachfolgerperson, Finanzierungsmöglichkeiten der Nachfolgerperson.

    Eine erfolgreiche und für alle Beteiligten zufrieden stellende Nachfolgeregelung setzt eine langfristige Planung des Übergabeprozesses voraus. Durch die frühzeitige Einbeziehung geeigneter Experten, zum Beispiel eines Betriebesberaters Ihrer Handwerkskammer oder Ihren Steuerberater, können mögliche Fehler und Konflikte rechtzeitig erkannt und vermieden werden.

    Das Thema Nachfolge ist aber nicht nur für Unternehmer wichtig, die aus Altersgründen über eine Betriebsübergabe nachdenken. Auch junge Unternehmer können erkranken, einen Unfall haben oder schlimmeres. Dieser Sachverhalt betrifft im Durchschnitt etwa jede vierte Betriebsübergabe. Wer führt dann die Geschäfte weiter?

    Es sollte somit im Interesse eines jeden guten Unternehmens liegen, eine geeignete und qualifizierte Nachfolgeperson für den Notfall parat zu haben, die über die laufenden Geschäfte informiert und in alle wichtigen betrieblichen Interna eingeweiht ist (siehe hierzu auch unter „Notfallordner für Handwerksbetriebe“).

    Wer kann helfen?
    Ein erstes Gespräch sollten Sie mit einem Betriebsberater der Handwerkskammer führen. Dieser berät, begleitet und führt Sie auch als Lotse durch die Themen und Probleme, die sich bei einer Betriebsübergabe ergeben können.

    Nutzen Sie als Mitglied der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg Ihre Möglichkeit zur kostenfreien Beratung zur Betriebsübergabe.

     

     

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